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So lautet die Maxime vieler Hobbygärtner und Pflanzenfreunde. Es hat sich schnell herumgesprochen, dass der Einsatz von Mykorrhiza-Pilzen ein echter Geheimtipp für eine ertragreiche Ernte und für gesunde, blühfreudige Pflanzen in Gärten und auf Balkonen ist.
Pilze sind sogenannte Destruenten. Das sind Organismen in der unteren Stufe der Nahrungskette und die einzigen Lebewesen, die in der Lage sind, das sogenannte Lignin abzubauen und deshalb in dem Zersetzungsprozess der Cellulose eine entscheidende Rolle spielen. Ohne sie wäre die Mehrheit der Landökosysteme von einer dicken Schicht nicht zerlegter Blätter und Zweige zugedeckt. Durch das Zersetzungsprozess die Mineralien, die in dieser Biomasse enthalten sind, würden dem Ökosystem wieder zur Verfügung stehen, um die Nährstoffe für den Anbau neuer Pflanzen zu liefern.
Es genügt, ein einziges Mal die Wurzeln der Pflanzen mit dem flüssigen Makorrhizamyzel zu impfen. Das Myzel bildet mit der geimpften Pflanze eine lebenslange Symbiose. Das Umtopfen oder Versetzen der Pflanze erfordert keine erneute Impfung mit dem Myzel, weil der Pilz mit den Wurzeln der Pflanze eine Einheit bildet. Bestimmte Arten von Pilzen sind auf die Symbiose mit bestimmten Arten und Gruppen von Pflanzen spezialisiert. So bildet bspw. eine Eiche mit Steinpilzen eine Symbiose oder die Birke mit dem Rotkopfpilz. In der Natur finden die „Partner“ selbst zueinander. Im Pflanzenanbau muss dieser natürliche Prozess durch die entsprechende Impfung mit bedacht abgestimmtem Mykorrhiza-Bodenhilfsstoff erfolgen.
Alle Formen der Mykorrhiza haben die gleichen positiven Effekte auf die Pflanzen: Der Pilz erweitert mit seinem feinen Myzel das Wurzelsystem. Die vergrößerte Wurzeloberfläche verbessert die Aufnahme von Wasser, Stickstoff, Phosphor sowie Spurenelementen aus dem Boden. Daraus resultieren u.a. ein verstärktes Wachstum der Wurzeln und damit der Erfolg einer weiteren Erschließung der Pflanze. Oftmals senden die Mykorrhizapilze zusätzlich Pflanzenhormone aus, die das Wurzelwachstum fördern. Die Pflanze versorgt im Gegenzug den Pilz mit Kohlenhydraten und Pflanzenvitaminen.
Die Verwendung von Mykorrhiza Impfungen ermöglicht es, den Einsatz mineralischer Düngung zu verringern und den Einsatz von chemischen Präparaten zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschädlingen bis zu 50% zu reduzieren.